Über uns...

die Lions-Organisation wurde 1917 in den USA gegründet. "LIONS" ist die Abkürzung für „Liberty, Intelligence, Our Nations Safety“. Weltanschaulich, parteipolitisch und religiös neutral, der Toleranz und Freundschaft verpflichtet, gibt es heute nahezu 1,4 Millionen Mitglieder in über 44.800 Lions-Clubs in über 188 Ländern der Welt. Allen gemeinsam ist die Definition der Lions-Clubs, die Ziele der Vereinigung und deren ethischen Grundsätze.

Im Jahre 1952 wurde der 1. Deutsche Lions Club gegründet.
Festvortrag von Herr Prof. Kurt Biederkopf anlässlich des 60. Jahrestages in Duisburg.

Der LIONS CLUB LEIPZIG >Johann Sebastian Bach< wurde nach seiner Charterung am 8.6.1996 in die internationale Lionsgemeinschaft aufgenommen. Der Club ist damit ein Teil der internationalen Hilfsorganisation, der "International Association of Lions Clubs" oder kurz "LIONS CLUBS INTERNATIONAL".




10 Jahre nach Gründung gab es einen Grund zu feiern: Aufregende und aktive zehn Jahre waren seit der Gründung des Clubs wie im bekannten Fluge verstrichen. Grund genug, mit Freunden, neuen und alten Mitgliedern und Partnern im netten Rahmen zu feiern. > <.



In 2016 feiern der Lions Club >Johann Sebastian Bach< sein 20jähriges Bestehen. Um dieses Jubiläum auch mit einem äußeren Zeichen zu versehen, wurden am Tröndlinring Bäume gepflanzt. Zur diesjährigen Weihnachtsfeier haben wir Gäste aus den Gründungstagen unseres Clubs herzlich in die Arme nehmen können und manch alte Geschichte mit Vergnügen aufgefrischt.

Die (oft nicht immer sichtbaren) regionalen Aktivitäten der Lions Clubs werden durch übergeordnete Aktivitäten wie beispielsweise

Lions-Klasse2000,

Lions-Quest,

Lions-Quest Sachsen

sowie weltweite Aktivitäten wie beispielsweise

Lions-Sight-First


und andere Aktivitäten ergänzt.


Wie werde ich Mitglied beim LIONS CLUB LEIPZIG >Johann Sebastian Bach< ?

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Lions-Klasse2000
- Gesundheit ab der 1. Klasse

Positive Einstellung zur Gesundheit – Kinder lernen „Nein“ sagen zu Zigaretten und Alkohol


Klasse2000 ist eines der großen Lions-Programme zur Jugendförderung und das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung in der Grundschule.

Das Konzept von Klasse2000 wurde 1990/91 von Lions-Mitglied Univ.-Doz. Dr. med. Pál L. Bölcskei gemeinsam mit Experten aus Pädagogik, Medizin, Psychologie, Ernährungswissenschaften und Sport entwickelt. Durch Unterstützung und Förderung vieler Lions Clubs verbreitete sich das Programm seitdem kontinuierlich. Inzwischen wurden bundesweit über 300.000 Kinder erreicht. Im Schuljahr 2004/05 nahmen daran 7.820 Schulklassen mit über 186.000 Kindern teil.

Ziele von Klasse2000
Um Suchtproblemen und zunehmender Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken, ist frühzeitige Vorbeugung notwendig. Die beste Suchtvorbeugung ist die Förderung der persönlichen Fähigkeiten und Stärken der Kinder – das ist wissenschaftlich belegt. Klasse2000 verfolgt deshalb folgende Ziele:
• Kinder entwickeln eine gute Körperwahrnehmung und eine positive Einstellung zur Gesundheit,
• Ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Selbstwertgefühl werden gestärkt,
• Kinder setzen sich kritisch mit Tabak, Alkohol und den Versprechen der Werbung auseinander.
• Das Umfeld der Kinder – Schule, Eltern, Gemeinwesen – setzt sich für eine umfassende Gesundheitsförderung ein.

Je früher, desto besser
Klasse2000 beginnt frühzeitig in der 1. Klasse und begleitet die Kinder kontinuierlich bis zur vierten Klasse. Den größten Erfolg kann die Suchtvorbeugung vor dem ersten Konsum eines Suchtmittels erzielen – und immerhin ein Drittel der Kinder probiert Zigaretten bereits in der Grundschulzeit. Das Programm erreicht auch die Kinder, die in ihrer Familie keine positiven Vorbilder für ihr Gesundheitsverhalten finden. Gerade für diese Kinder sind die Impulse durch Klasse2000 besonders wichtig.


Klasse2000 macht Spaß
Die beste Suchtvorbeugung ist die Förderung der Fähigkeiten und der Persönlichkeit der Kinder – das ist wissenschaftlich belegt. Auf dieser Erkenntnis baut das Konzept von Klasse2000 auf. Es setzt auf einen altersgerechten Unterricht, der Spaß macht. Dafür steht KLARO, die Sympathie- und Identifikationsfigur von Klasse2000.

Einbindung der Eltern
Klasse2000 legt besonderen Wert auf die Einbindung der Eltern, denn sie sind die wichtigsten Personen für die gesunde Entwicklung ihres Kindes. Wenn Schule und Eltern an einem Strang ziehen, kann Gesundheitsförderung besonders erfolgreich sein. Deshalb werden die Eltern aller teilnehmenden Kinder regelmäßig über die Inhalte von Klasse2000, über Suchtvorbeugung und Themen rund um die Gesundheitsförderung informiert (auch in Fremdsprachen).

Externe Fachleute und Lehrkräfte begeistern die Kinder
Im Rahmen von Klasse2000 führen die Klassenlehrer ca. 12 Unterrichtsstunden pro Schuljahr durch. Zwei bis drei weitere Unterrichtseinheiten gestalten die Klasse2000-Gesundheitsförderer. Dies sind speziell geschulte Fachleute aus den Bereichen Gesundheit und Pädagogik. Die Kinder sind von den externen Besuchern begeistert und entwickeln eine starke Motivation, die anschließend von den Lehrerinnen und Lehrern genutzt wird, um die Themen weiter zu führen.

Die Themen
Klasse2000 behandelt Themen rund um Körper und Gesundheit, z B. Luft und Atmung, Ernährung und Bewegung, Muskeln und Knochen, das Herz-Kreislauf-System - denn Kinder, die ihren Körper gut kennen, können besser auf ihn achten und mehr Sensibilität für gesundheitsbewusstes Verhalten entwickeln.
Von großer Bedeutung bei Klasse2000 ist außerdem das soziale Lernen: Erkennen eigener Stärken, Schwächen und Gefühle, gewaltfreie Konfliktlösung und Verhalten bei Gruppendruck. Beispielsweise üben die Kinder in Rollenspielen, wie sie eine Zigarette abzulehnen können, die ihnen von anderen Jugendlichen angeboten wird. All dies dient der Stärkung des Selbstwertgefühls und der Entwicklung zur eigenständigen Persönlichkeit – zwei wichtige Voraussetzungen für ein suchtfreies Leben.

Evaluation
Klasse2000 wird laufend evaluiert und auf dieser Basis weiter entwickelt. Jährlich werden Eltern, Gesundheitsförderer oder Lehrkräfte zu ihren Erfahrungen mit dem Programm befragt. Die Befragungsergebnisse gehen ebenso in die Überarbeitung des Konzepts ein wie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die Wirkung des Unterrichtsprogramms auf das Rauchverhalten von Kindern ist wissenschaftlich belegt. Am Ende der Grundschulzeit berichteten Schüler, die bei Klasse2000 mitgemacht hatten, deutlich seltener als andere Kinder über Erfahrungen mit Zigaretten (25% gegenüber 32%). Der Anteil von Kindern, die regelmäßig rauchen, war bei den Klasse2000-Schülern (1,5%) nur halb so groß wie bei Kindern, die nicht an dem Programm teilgenommen hatten (3,0%).

Auszeichnungen und Preise
Klasse2000 erhielt zahlreiche Preisen, u.a. den deutschen Kinderschutzpreis (1999) und den Bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis (2002). Im Juli 2002 bezeichnete die Stiftung Warentest Klasse2000 als „das führende Gesundheitsprogramm“ an deutschen Grundschulen. Der Initiator von Klasse2000, Dr. Pál Bölcskei, erhielt im September 2002 das Bundesverdienstkreuz, u.a. für seine Leistung beim Aufbau und der Verbreitung von Klasse2000.

Einbindung in das Lions-Jugendprogramm
Mit Kindergarten Plus, Klasse2000 und Lions Quest haben die Lions Clubs in Deutschland die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche kontinuierlich und langfristig zu unterstützen. Alle drei Programme dienen – in der jeweils altersgerechten Weise – dem Ziel, gesunde Kinder mit einer stabilen Persönlichkeit zu fördern, die zu den Verlockungen durch Drogen „Nein“ sagen können und die gelernt haben, Konflikte gewaltfrei und konstruktiv zu meistern. Im Mai 2004 bestätigten der Governorrat und Klasse2000 ihre enge Zusammenarbeit durch eine gemeinsame Vereinbarung.

Finanzierung
Klasse2000 wird nur über Spenden finanziert, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen. Der Patenschaftsbetrag liegt zurzeit bei 260 Euro pro Schuljahr und Klasse (für das umfangreiche Unterrichtsmaterial, Gesundheitsförderer und die Organisation des Programms).
Als Paten engagieren sich Eltern, Firmen, unterschiedlichste Institutionen und vor allem die Lions Clubs. Viele Clubs, die in ihrer Region das Programm langfristig und sehr erfolgreich fördern, sehen sich weniger als reiner Geldgeber, sondern stärker als Multiplikator und Förderer. Sie engagieren sich stark in der Patensuche, in der Öffentlichkeitsarbeit und organisieren Benefizveranstaltungen zugunsten des Programms. Als tragfähiges Modell der Finanzierung hat sich auch die Teilung der Kosten durch Lions Clubs auf der einen Seite und die Eltern der Kinder einer Schulklasse auf der anderen Seite erwiesen. Die Broschüre „Lions fördern Klasse2000“ zeigt verschiedene Wege der Finanzierung und Unterstützung auf, sie kann beim Klasse2000-Team in Nürnberg bestellt werden.

DZI Spenden-Siegel für Klasse2000
Im Juni 2005 wurde Klasse2000 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) als förderungswürdig anerkannt und erhielt das DZI Spenden-Siegel. Das DZI hat Klasse2000 geprüft und bestätigt, dass die Spendengelder nachprüfbar und sparsam verwendet werden und dass eine Kontrolle des Vereins und seiner Organe gegeben ist. Das Spenden-Siegel dient der Orientierung von Spendern und erleichtert ihnen die Entscheidung, welche der zahlreichen Spenden sammelnden Organisationen sie bedenkenlos unterstützen können.

Video und Internetauftritt
Ein 17minütiger Videofilm informiert über das Konzept von Klasse2000 und gibt Einblicke in den Klasse2000-Unterricht. Szenen aus ersten bis vierten Klassen in verschiedenen Bundesländern vermitteln anschaulich die Besonderheiten und Wirkungen des Programms. Eltern, Lehrkräfte, Gesundheitsförderer und Paten kommen zu Wort und geben ihre Erfahrungen und Einschätzungen weiter. Der Film informiert auch über die Finanzierung des Programms durch Patenschaften.
Der Film kann vielfältig eingesetzt werden, z. B. bei Vorträgen im Lions Club, bei Elternabenden und Schulen und natürlich bei der Gewinnung neuer Paten. Er kann kostenlos beim Klasse2000-Team in Nürnberg ausgeliehen werden, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.
Im Internet finden sich unter www.klasse2000.de ausführliche Informationen über das Programm: Konzept, Ziele, Teilnahmemöglichkeiten, Evaluationsergebnisse, Kontaktadressen und vieles mehr. Außerdem können dort die erforderlichen Formulare für die Teilnahme neuer Klassen und für die Übernahme einer Patenschaft heruntergeladen oder online ausgefüllt werden.

Der „Verein Programm Klasse2000“
Träger des Unterrichtsprogramms ist der „Verein Programm Klasse2000 e.V.“. Er ist gemeinnützig, d.h. Spenden und Patenschaftsbeträge können von der Steuer abgesetzt werden. Der Vereinsvorstand besteht aus Hartmut C. Hentschel, 1. Vorsitzender, Univ.-Doz. Dr. med. Pál L. Bölcskei, 2. Vorsitzender und wissenschaftlicher Leiter, Jan Rogmans, Schatzmeister, Willi Burger, Beauftragter des Governorrats der Lions Clubs, Hubert Porsch, Schriftführer,.

Clubs, die Klasse2000 unterstützen möchten ...
... wenden sich bitte an das Klasse2000-Team in Nürnberg, an den Lions-Distrikt-Beauftragten oder Ihre Regionalkoordinatorin (siehe Datei Klasse2000 Kontakt). Sie werden unterstützt: durch Informationsmaterial, Vorträge, Vermittlung von interessierten Schulen und Gesundheitsförderern und Beantwortung individuellen Fragen.


Kontakt und weitere Informationen:

Verein Programm Klasse2000 e.V.
Bienweg 14
90425 Nürnberg
Tel. 0911/89 121 00
Fax 0911/89 121 30
E-mail: info@klasse2000.de
Internet: www.klasse2000.de


 

 

 

 

 

 




 


LIONS-Quest

Ein Programm für 10- bis 15-jährige Mädchen und Jungen in der Sekundarstufe I
Lions-Quest Programm „Erwachsen werden“

Die Lions Clubs in Deutschland wenden sich nicht nur entschieden gegen Intoleranz und Gewalt in der Gesellschaft. Mit der Finanzierung von Präventions-Programmen leisten sie seit Jahren einen wichtigen Beitrag dazu, dass in den Schulen junge Menschen zu einer positiven Lebenseinstellung finden.
Das unspezifische Präventionsprogramm „Lions Quest – Erwachsen werden“ wirkt u. a. gewalt- und suchtpräventiv durch Vermittlung von Lebensfertigkeiten (Life Skills).

Das Erziehungs- und Unterrichtsprogramm steht unter dem Motto „Erwachsen werden“ und unterstützt eine positive Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen. Der englische Begriff „Quest“ umreißt das forschende Suchen während der Persönlichkeitsbildung. Dabei werden Fähigkeiten wie Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Problemlösungsverhalten und Engagement gestärkt. Das Programm ist für die ersten Jahrgänge der weiterführenden Schulen konzipiert. Damit zielt es vor allem auf Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren.Integraler Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Dabei wird auf die Vorbereitung der Lehrkräfte viel Wert gelegt. So werden Lehrer und andere mit Jugendlichen arbeitende Personen in mehrtägigen Seminaren mit Inhalt und Methodik des Programms vertraut gemacht. Sie lernen dabei das Programm nicht nur in der Theorie kennen, sondern erfahren auch seine Wirkungsweise in weniger traditionellen Unterrichtsformen wie Interaktions- und Rollenspielen, Phantasiereisen etc.. Als Arbeitsmaterialien stehen ein Lehrerhandbuch, ein Schülerordner, der sich im Laufe des Lions-Quest-Unterrichts zu einem individuellen Ordner des jeweiligen Schülers entwickelt, ein Elternheft (auch in türkischer und in russischer Sprache) und 7 Elternbriefe zur Verfügung. Alle Materialien werden ständig mit wissenschaftlicher Beratung an deutsche schulische und gesellschaftliche Erfordernisse angepasst.Die Resultate sind überzeugend: Auf Grund eines erhöhten Selbstwertgefühls ist eine positive Veränderung des allgemeinen Verhaltens der Heranwachsenden zu bemerken. Sie gehen verantwortungsvoller und solidarischer miteinander um, und die Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen verbessert sich. Eine bewusstere und kritischere Einstellung zu Suchtmitteln, einschließlich Alkohol und Tabak, ist bei den Jugendlichen ebenfalls festzustellen. Nicht zuletzt können auch höhere Lernbereitschaft, ein verbessertes Gruppenverhalten und der Abbau von Aggressionen mit verbessertem Klassenklima vermerkt werden.Die deutschen Lions Clubs engagieren sich seit 1994 verstärkt in diesem Bereich. Seit 1997 übernimmt „Lions-Quest Deutschland“ die Umsetzung, Organisation und Weiterentwicklung des Programms in Deutschland. Lions-Quest entstand aus einer seit 1984 vertraglich vereinbarten Kooperation zwischen Lions Clubs International und Quest International, einer amerikanischen gemeinnützigen Stiftung. Seit Oktober 2002 ist Lions Clubs International Foundation (LCIF) Eigentümerin der Lions-Quest Programme. Weltweit wurde das Programm Lions-Quest „Erwachsen werden“ in 17 Sprachen übertragen. Über 32 500 Lehrkräfte haben bisher in Deutschland an den mehr als 1300 Einführungs- und Aufbauseminaren teilgenommen. Somit können bereits heute über
650 000 Schülerinnen und Schüler in jedem Schuljahr mit „Erwachsen werden“ erreicht werden.
Es bestehen Kooperationsverträge mit Kultusministerien verschiedener Bundesländer, darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern für Lions-Quest Tätigkeiten Anrechnungsstunden.
Praxisbegleitung zu den Seminaren ist in vielen Bundesländern bereits eingeführt, in anderen ist dies in Vorbereitung.Aktuelle Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen von Einführung und Umsetzung des Lions-Quest-Programms „Erwachsen werden“ an deutschen Schulen durch die Universitäten Bielefeld, Leipzig und Nürnberg-Erlangen liegen vor und können, wie auch andere Informationen, angefordert werden beim
Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. – Ressort Lions-Quest – , Bleichstraße 1, 65183 Wiesbaden Tel.: 0611 – 99 154 – 81 / - 95

Lions – Quest“  - 1999 bis 2013  

Eine Zwischenbilanz über ein ausgezeichnetes Zukunftsprogramm für Kinder und Jugendliche im Bereich der Sächsischen Bildungsagentur Regionalstelle Leipzig

Die Ausgangssituation war relativ einfach. Es half an der Wende zum neuen Jahrtausend nicht weiter, die Gesellschaft mit ihren möglichen Fehlentwicklungen zu beklagen und zu beschreiben, oder zum wiederholten Male  auf die schwierige Situation zu verweisen, in der sich die Schule als gesellschaftliche Institution befand. An diesem Punkt lag die entscheidende Schnittstelle für eine nunmehr  14 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte „Lions- Quest“ in der Region Leipzig. Der Vorsitzende der Initiative „Lions- Quest“, Herr Heinz Panzner, kam  1999 in den ersten Vorgesprächen nicht als Kritiker, sondern hatte vom ersten Moment an ein handlungsorientiertes Programm im Angebot, welches nicht einfach übergestülpt werden sollte. Vielmehr  konnte es flexibel auf die spezifischen Bedingungen der Schullandschaft im Bereich des damaligen Regionalschulamtes Leipzig konkretisiert werden. Mit seinen Stärken, auf die nur kurz eingegangen werden kann,

- sehr moderne Strategie zur Kompetenzstärkung bei Kindern und Jugendlichen,

-verschiedene Fortbildungsmodule für Lehrerinnen und Lehrer,

-Integration in Schulalltag,

-moderne Materialien sowie externe Impulse für den Unterricht,

setzt es genau an den wichtigen pädagogischen Schaltstellen  zur Zurückdrängung von Aggressionsverhalten im Alltag und  zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Lehrern und Schülern und zur Förderung des eigenverantwortlichen Handelns  an. Kinder auf dem Weg zum Erwachsen werden in ihren sozialen Kompetenzen umfassend stärken erscheint wichtiger denn je.

Alle Beteiligten waren sich schnell einig, dass in „Lions- Quest“ noch zahlreiche Potentiale verborgen lagen. Neben dem Regierungspräsidium Leipzig konnten weitere wichtige Partner  gewonnen werden. Im Jahr 2003 hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus die offizielle Zusage für „Lions- Quest“ gegeben. In den damaligen Landkreisen Leipziger- Land und Delitzsch fanden mit Unterstützung der Landrätin und des Landrates  „Lions- Quest“- Konferenzen unter Einbeziehung der Schulen statt.

Im Verlauf der vergangenen Jahre hat sich „Lions- Quest“ kontinuierlich  weiter entwickelt. Man gab sich zu keiner Zeit zufrieden, ein erfolgreiches Programm de facto als Selbstläufer einfach weiter laufen zu lassen. Vielmehr führten ständige interne Konsultationen, Beratungen und kritische Reflexionen dazu,  dass seit dem Jahr 2005 die Qualitätssiegel für Mittelschulen und Gymnasien erfolgreich  vergeben werden. Die Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle unterstützt das Programm personell für das Lehrertraining.

Im Jahr 2008 konnte festgehalten werden, dass „Lions- Quest“  im Bereich der Landesdirektion Leipzig  flächendeckend an den Schulen integriert war. 

Bis Anfang 2013 hat sich die Zahl aller Lehrerinnen und Lehrer, die  an entsprechenden Seminaren teilgenommen haben, weiter auf mehr als 35% erhöht. Von sachsenweit ca. 3450 Teilnehmern an den Seminaren kommen  1935 aus dem Bereich der Regionalstelle Leipzig.

Es gibt sehr wenige externe Schulfortbildungsangebote, die nach so einer langen  Laufzeit mit unverändert positiver Resonanz angenommen werden.

So wie  „Lions- Quest“ ein Programm für Kinder ist, so lebt das Programm auch vom aktiven Handeln der Beteiligten. Ohne das langjährige Engagement der Lions im Regierungsbezirk Leipzig  wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen. Dank auch an den ehemaligen Regierungspräsidenten Herrn Walter Christin Steinbach, der „Lions- Quest“  im ersten Jahrzehnt sehr persönlich unterstützt hat.

Derzeit hat der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, Herr Ralf Scheler, die Schirmherrschaft für LQ im Raum Leipzig inne.

Roman Schulz
Pressesprecher
Sächsische Bildungsagentur Regionalstelle Leipzig

Wie der damalige District Governor OS 111, LF Heinz-Jörg Panzner, berichtete, trägt die Arbeit der sächsischen Lions-Quest-Beauftragten nun gute Früchte. Das Kulturministerium in Sachsen hat mit den LIONS einen Vertrag geschlossen, in dem sich das Kulturministerium an der weiteren Ausbildung von sächsischen Lehrern als Trainer für LIONS-Quest wesentlich mitbeteiligt. Hier der Pressebericht des Sächsichen Staatsministerium für Kultus vom 1.8.2003:



















Lions SigthtFirst

SightFirst, ein Programm zur Bekämpfung der vermeidbaren Blindheit
Lions spenden Augenlicht in aller Welt
Erfolgsbilanz einer Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission (CBM)


Große nationale und internationale Hilfsprojekte werden über das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. (HDL) abgewickelt. Die Serviceorganisation aller deutschen Lions Clubs wurde 1974 gegründet. Das Hilfswerk schloss im Jahr 1992 einen Kooperationsvertrag mit der Christoffel-Blindenmission e.V. (CBM) in Bensheim, einer in der Welt hoch angesehenen, professionell arbeitenden Fachorganisation. CBM berät und begleitet die Projekte und sucht über eigene Regionalbüros in Asien, Afrika sowie Mittel- und Südamerika kompetente Partner aus, die die gemeinsam geplanten Maßnahmen realisieren, abrechnen und vor allem weiter führen. Grundlage dafür ist das internationale Lions-Programm SightFirst zur Bekämpfung vermeidbarer wie heilbarer Blindheit. Eine eindeutige Lions-Identität der Projekte ist dabei immer gewährleistet. Für entwicklungspolitisch bedeutsame und nachhaltige Projekte erhält das Hilfswerk der Deutschen Lions auch Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

So wurden durch die deutschen Lions in den vergangenen 12 Jahren insgesamt über 14 Mio. Euro bereitgestellt, mit denen SF-Projekte in Indien, Afrika, Südamerika realisiert wurden und werden:


• Über 40 Kliniken wurden erbaut, saniert, erweitert oder unterstützt,
• mehr als 35 Fahrzeuge für mobile Augendienste in 14 Ländern angeschafft,
• ungezählte Anschaffungen von Geräten, OP-Ausrüstung und Material getätigt.

Derzeitige Schwerpunkte im SightFirst-Programm sind:


• Landesprogramm zur Blindheitsverhütung in Ruanda, das HDL ist Kooperationspartner der Regierung von Ruanda bei der Ausbildung von Ärzten und Personal, Anschaffung mobiler Augendienste, beim Aufbau augenmedizinischer Infrastruktur. Ziel ist es, die Bevölkerung der Südprovinzen mit effektiven, zugänglichen und bezahlbaren Augendiensten zu versorgen und damit den Kreislauf von Armut und Blindheit zu durchbrechen.
Gesamtvolumen fast 1 Mio. EUR in Kooperation Lions + BMZ + CBM

• Augenklinik Tororo in Uganda, Sanierung und Erweiterung einer bereits bestehenden, aber völlig überlasteten Augenklinik. Gesamtvolumen 480.000 EUR in Kooperation Lions + BMZ + CBM

• Übernahme von Augenarzt-Stipendien in Schwarz-Afrika. Es fehlt in erster Linie an qualifiziertem medizinischem Personal, an Augenärzten und Katarakt-Chirurgen. Zurzeit werden aus Spenden der deutschen Lions über das HDL mehr als 570.000 EUR bereitgestellt, um 25 Augenärzte in den ärmsten Regionen Afrikas auszubilden. Es besteht aber ein weitaus größerer Bedarf. Der nicht unerreichbare Wunsch des Hilfswerkes wäre die Förderung eines neuen Stipendiaten pro District und Jahr. Nach Ablauf von nur vier Jahren wären dann insgesamt 60 dringend benötigte Augenärzte ausgebildet.

Benötigt werden Augenärzte am dringendsten in Schwarz-Afrika weil dort der Bedarf am größten ist. In Sambia kommen z. B. auf 10 Mio. Einwohner, davon 200.000 Blinde (jährlicher Zuwachs um ca. 2 200), nur 5 Augenärzte.

12 von 15 Blinden müssten nicht blind sein, wenn geeignetes Fachpersonal für Vorsorge und Operation zur Verfügung stünde.Die Lions SightFirst-Activity „Stipendium Augenarzt“ läuft über 4 Jahre und ist damit ein überschaubares Hilfsprojekt für einen Club, eine Zone oder einen District.

Eine Graue-Star-Operation wird von CBM normalerweise angesetzt mit Kosten in Höhe von 30 Euro

Die Finanzierung einer Ausbildung kostet jedes Jahr 8 000 Euro insgesamt über 4 Jahre 32 000 Euro

Schon ein Student führt jährlich mehr als 600 Operationen durch, so dass hier rechnerisch
- von der Effektivitätsseite her gesehen – eine Operation realisiert werden kann für nur 13 Euro

Spendengelder für Ausbildung sind nachweisbar am effektivsten für die Zielgruppe. Das ist Hilfe, die tatsächlich ankommt.

Auch in Deutschland setzen sich die Lions über ihr Hilfswerk für die Verbesserung der Situation von Blinden und Sehbehinderten ein. So wurde 1995 in gemeinsamer Aktion der Lions Distrikte R, WL und WR die Lions Hornhautbank Nordrhein-Westfalen an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf errichtet. Dieses Institut arbeitet, nicht zuletzt nach Verabschiedung des 1997 neu formulierten Transplantationsgesetzes, mit vollem Erfolg und genießt inzwischen in Europa höchste Reputation. Im April 2000 wurde die Lions-Hornhautbank Saar Lor Lux/Trier-Westpfalz in Homburg/Saar an den Universitätskliniken des Saarlandes eröffnet. Eine dritte Lions-Hornhautbank ist in Freiburg entstanden.

Weitere Informationen erhalten Sie beim
Hilfswerk der Deutschen Lions e.V., Bleichstraße 1, 65183 Wiesbaden
www.lions-hilfswerk.de
Tel. (0611)99154 - 80, Fax (0611)99154-83, E-Mail: info@lions-hilfswerk.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zehn Jahre LIONS CLUB Leipzig „Johann-Sebastian-Bach“

...als Letzter kam dann Kurt Masur

Aufregende und aktive zehn Jahre sind seit der Gründung des Clubs wie im bekannten Fluge verstrichen. Grund genug, mit Freunden, neuen und alten Mitgliedern und den besten aller Ehefrauen im netten Rahmen zu feiern. Zuerst stand da die Planung. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Durch Probleme in der Terminierung wurde der Schatten lang und länger. Die für den Sommer angedachte Feier wurde verschoben. Nix ging! WM-Taumel mit vielen ausländischen Gästen und ausgebuchten Hotels auch in Leipzig. Also, dann im August. Da war aber Ferienzeit und obendrein Entenrennen. Auch nicht machbar. Blieb als optimaler Termin das erste Novemberwochenende.

Noch mal musste das Programm neu abgestimmt, Räumlichkeiten für die Feier gesucht und Hotelzimmer für die Gäste gebucht werden. Die Festbroschüre mit Grußwort des Oberbürger-meisters Burkhard Jung, der sich für unser vielfältiges Engagement bedankte, ging in Druck und dem Ereignis stand nichts mehr im Wege.


Lächeln stellvertretend für alle zum Geburtstag des Lions Club Leipzig „Johann Sebastian Bach“:



Am Freitagabend trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein und Abendessen im Zill`s Tunnel, einem urigen sächsischen Gasthaus in der Leipziger Kneipenmeile, dem Drallewatsch. Die landestypischen Spezialitäten und das sächsische Bier schmeckten nicht nur den teilweise von weit angereisten Gästen. Den längsten Weg hatte wohl LF Marcus Burkhardt mit Gattin, vom LC Val Mustair aus der Schweiz kommend, knapp gefolgt von Helmut du Menil, unserem Gründungspräsidenten, der mit LF Klement Fend nebst Gattinnen aus Oberammergau anreiste. Auch nicht gerade ein Katzensprung waren die Wege von LF Prof. Jürgen Mücke, der mit Gattin aus St. Ingbert /Saar kam oder LF Dr. Klaus Tegtmeier mit Frau aus Dillenburg in Hessen.

Mit Regenschirmen bewaffnet ging es am nächsten Morgen zum Stadtrundgang. Schön, die Schirme blieben fast geschlossen aber es öffneten sich neue Einsichten, wie denn die Soligelder angelegt wurden. In Leipzig auf jeden Fall fast immer richtig, so die Meinung der Teilnehmer, die sich nach finalem Besuch im legendären Auerbachskeller für den Abend fit machten.Der begann feierlich im Augustus, einem netten Restaurant nahe dem Gewandhaus! Mit Sektempfang, Grußworte des Präsidenten Ulrich Grüneisen, Grußworte der Gäste, die natürlich nicht mit leeren Händen kamen und dann grüßte ganz heftig das Buffet.

Helmut Külpmann, unser Chronist und Stehgreifpoet, lieferte anschließend in Reim- und freier Form die Höhepunkte und Anektdötchen der vergangenen neun Jahre: Eine Konzertreihe zu Gunsten des Max Klinger-Gymnasiums, das als Erlös, der sich über ein Jahr hinziehenden Veranstaltungen in Autohäusern, Banken und Sälen, einen Konzertflügel in Empfang nehmen konnte. Legendär auch die Jahre des Glühweinverkaufs mit Exklusivgenehmigung in der Osthalle des, zur Shoppingmall mit Gleisanschluss umgebauten, Hauptbahnhofes. Mit Waffelbacken und Stollenverkauf für die Kinderchirurgie.

Seit 2003 schon, alljährlich im Sommer, ein Höhepunkt der Leipziger Wasserfeste, unser Entenrennen mit oft weit über zehntausend Rennenten in den Fluten des Elsterbeckens, die nicht gerade wegen ihrer reißenden Strömung bekannt sind. Die Erlöse gingen an die Peter Escher-Stiftung für krebskranke Kinder, an die Bundesinitiative für Brandverletzte e.V. und in diesem Jahr an die Straßenkinder e.V..

Daneben, seit 2000, die jährlichen Novemberkonzerte mit und in der Musikschule J. S Bach, initiiert von unserem Freund Joachim Reinhold, der – ohne Notenblätter - selbst am Flügel glänzt. Hier unterstützen wir musikalisch begabte, aber sehschwache Schüler der Vladimir-Filatow-Schule, die mit Musik- und Musical-Einlagen die Hälfte des Konzerts mitgestalten. Das gleiche Projekt unterstützt unser Freund und mittlerweile zum ARD- Serienstar avancierende Thorsten Wolf mit jährlich einer Nachmittagsveranstaltung in seinem Kabarett, der Leipziger Funzel.

Vergessen und ausgelassen ist in dieser Auflistung sicher einiges, aber eines darf nicht vergessen werden: Vom Distrikt-Governor Günter Mähler bekam unser Mitglied Fritz Joachim Westhoff den Melvin Jones Orden für die glanzvolle Erstellung der Lions Quest Internet-Plattform. Ein schweres Teil für schwere Arbeit.

Zurück zu den Festivitäten: Beim gemeinsamen Konzertbesuch im Gewandhaus durften wir uns an Werken von Felix Mendelsohn Bartholdy und Franz Schubert erfreuen. Musisch geküsst ging’s dann zurück zum Buffet Teil zwei. Für eine späte Überraschung sorgte unser Freund Bodo Stoldt, der jobmäßig sonst mit Zahlen und Statistiken zaubert. Sein Filius und er hatten einen witzigen anspruchsvollen Kurzfilm über das Entenrennen produziert, dessen Vorführung uns zur vorgerückten Stunde dann noch verzauberte.

Ein schöner Abend, harmonisch mit Spaß und Tiefgang, der sicher allen in Erinnerung bleiben wird.

Aber Halt! Erinnern wollen wir uns doch noch gerne an das unverhoffte Erscheinen des weltbekannten Dirigenten Kurt Masur bei uns, bei unserem Festakt. Gut, der Mästro kam nicht unbedingt wegen uns ins Gewandhaus, der Stätte seines langjährigen Wirkens. Wahrscheinlich wollte er nur das Konzert genießen, mal gucken, wie es der Nachwuchs kann. Aber er kam, kam als Letzter, als nach dem Gong schon alles saß und schwieg und nahm, eskortiert von Frau und Kindern, auf den Plätzen vor uns Platz.

Irgendwie auch ein Geburtstagsgeschenk!

Text: Peter Beug